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Die Csepel-Insel und die Region des Donauzweigs von Ráckeve

Siedlungen

Die große Insel, Magna Insula ist ein legendärer Schauplatz der ungarischen Geschichte.
Einst formulierte die von den Bergen in die Tiefebene austretende Donau den Gesicht der Landschaft. Die aus den Anschwemmungen der Uhr-Donau gebildete Kegeln und die mit Sand und Kieselstein bedeckte, leicht wogene Landschaft bildete eine Tiefebene. Die Überflutung der Donau hat den hier lebenden Völkern immer wieder große Sorgen bereitet. Zahlreiche Siedlungen haben nach einer verheerenden Überflutung ihren Sitz geändert. Im Gegensatz dazu haben die Überflutungen des Flusses am südlichen Teil der Insel eine fruchtbare, mit Schlamm bedeckte Landschaft herausgebildet. Mit der Regelung des Flusses hat man 1928 begonnen, als der Wasserbauingenieur, Jenő Kvassayeine Schleuse gebaut hatte. So hat es keine Überflutungen mehr gegeben und der Donauzweig von Ráckeve wurde ein ausgewogener, langsamer Fluss mit ständiger Tiefe. Der Fluss ist 47 km lang, seine Breite ist zwischen 3-10 km, das Wasser ist reich an Fisch und hervorragend zum Baden.

Die Spuren der Völker, die vor mehreren Tausend Jahren im Karpatenbecken lebten, sind auch hier aufzufinden. Archäologische Fundstätte sind in Szigetszentmiklós, Szigetszentmárton, Dunaharaszti und Tököl, wo einzigartige Grabfunde aufs Tageslicht gekommen sind und im Nationalmuseum und im Museum für Ortsgeschichte in Szigetszentmiklós und Ráckeve besichtigt werden können. Auf der Insel sind archäologische Funde aus den Árpád-Zeiten zu finden. In Ráckeve ist der Árpád-Kultsehr groß, seinen Namen trägt die Brücke, sein Denkmal, ein Museum, ein Platz und eine Mühle, die schon abgeschafft ist. Im Mittelalter wurde die orthodoxe Kirche der Jungfrau Maria in Ráckeve gebaut, die in Ungarn die einzige und in Europa die nördlichste gotische-orthodoxe Kirche ist.

Das ethnische Bild der Bevölkerung ist bunt: die ersten serbischen Einsiedler sind im 12. Jh., zur Zeit von Béla II. angekommen. Die Einsiedler im Jahre 1440 haben Vorrechte bekommen und später haben hier die vor den Türken fliehenden Serben ein Zuhause gefunden. Heute leben die meisten Serben in Lórév. Die deutschen Nationalitäten leben auf mehreren Orten der Gegend. Ihre Bräuche sind an Festtagen, internationalen Tanzabenden und an Dorftagen zu sehen.
Die heldenhafteste Zeit des Komitats Pest ist der Freiheitskrieg von 1848-1849, mit dem Andenken von Ács Károly in Ráckeve, Görgey in Szigetújfalu, Petőfi in Dömsöd und Kossuth in Áporka.